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Gesundheitsgefahren/Bauschädigung durch gesundheitsbedenkliche mineralölhaltige chemische Baustoffe bzw. Zuschläge

Heutzutage ist sehr oft von schadstoffverseuchten Wohnungen die Rede. Doch wo liegen die Gefahren in der Wohnung und wie kann man den daraus resultierenden gesundheitlichen Schädigungen vorbeugen?

Beispiele für Gesundheitsgefahren sind

  • Extreme Kondensatausstösse wie z.B. bei WDVS Fassadendämmungen durch extreme Taupunkte
    • Folgen: Feuchtigkeitseinlagerungen, Grundwasserverseuchung-, Bildung von Micro Rissen, Bildung von Mikroorganismen sowie Algen und Schimmel. Kurze Sanierungsintervalle (3-5 Jahre)
  • Kapillarsperren durch WDVS Fassadendämmungen
    • Folgen: Feuchtigkeitseinlagerungen und Bausubstanzschädigung sowie mangelhafter Feuchtigkeitsaustausch bzw. Klimaregulierung sind die Folge. Diesem irreparablen Zustand wird häufig durch künstliche Lüftungsanlagen entgegengewirkt. Bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 2% im Mauerwerk wird die Kapillarität um 40 – 50% reduziert (erhöhte Heizkosten).   
  • Zugabe von Recycling Stoffen, Industriegips, Schlacke und andere fragwürdige Zuschlagstoffe in Putzen
    • Folgen: Mangelhafte Austrocknungen, chemische gesundheitsbedenkliche Ausdünstungen.
  • Zuschlagstoffe wie Epoxide und sonstige chemische Bindemittel in Putzen
    • Folgen: Über Jahre ausdünstende Giftstoffe, mangelhafte Diffusionsoffenheit, Feuchtigkeitseinlagerung. Mangelhafte Nachhaltigkeit.
  • Ausdünstungen von Kunststoffputzen
    • Folgen: Ausdünstung von krebsfördernden Giftstoffen bis zu 10 Jahren. Mangelhafte Diffusionsoffenheit, Sperreffekt. optimaler Nährboden für Mikroorganismen und Schimmel.
  • Farben auf Dispersionsbasis enthalten oft krebserregende Schwemetalle und Weichmacher
    • Folgen: bis zu 10 Jahre giftige Ausdünstungen, mangelhafte Diffusionoffenheit, optimaler Nährboden für Schimmel.
  • Chemisch hergestellte Mineralwolle
    • Folgen: Nach Ausdünsten der hochgiftigen Biozide und Fungizide Schimmel- und Schädlingsbefall. Entstehung von Hausschwamm. Stäube und Fasern sind krebserregend. Lt. neuesten Studien nicht nachhaltig.

Gesundheitsgefährdung durch Gifte in Baustoffen

Wer glaubt, dass man Schadstoffen in der Luft nur außerhalb unserer Wohnung ausgesetzt ist, liegt falsch. Durch Verwendung von gesundheitsbedenklichen mineralölhaltigen chemischen Zusätzen in den Baustoffen, sind wir ständig einer Gesundheitsgefahr in unseren Wohnungen ausgesetzt.

Die gängigsten Schadstoffe sind:

  • Formaldehyd: Enthalten in Klebern, Spanplatten, OSB Platten, Dispersionsfarben und Kunststoffen. Reizt Atemwege und Augen. Von der  Weltgesundheitsorganisation WHO als Krebserzeugend eingestuft.
  • Isocyanate: Ersatzstoff für Formaldehyd und ebenfalls Giftig und Allergien auslösend.
  • Weichmacher / Lösungsmittel: Dunsten über längere Zeiträume aus (bis zu 10 Jahren) und geben ihre gesundheitsgefährdeten Schadstoffe langsam ab.
  • Acryllatex-Farbe: Ist eine der bedeutendsten Quellen der Raumluftverschmutzung. Es werden reizende und krebsverdächtige Stoffe ausgedünstet.
  • Acrylharzlacke: Enthalten zwar weniger Lösungsmittel, dafür aber andere giftige ausdünstende Stoffe wie Fungizide, bisweilen auch Formaldehyd.
  • Natur- und "Bio"-Lacke: Enthalten Stoffe, die im Einzelfall Allergien auslösen können, z.B. das als Ekzem auslösend bekannte Terpentinöl.
  • Polychloriertes Biphenylen (PCB): Bis Anfang 1980 noch im Innenbereich in Farben enthalten. Dampft langsam und über Jahre hinaus aus. Negative Wirkung auf das Immunsystem, die Schilddrüse und Haut sowie die kindliche Entwicklung vermutet. Auch hier gilt, dass sich unterschiedliche Schadstoffe in der Raumluft in ihrer Wirkung verstärken können.
  • Schwermetalle: In künstlichen Farbpigmenten enthalten. Werden im Körper angereichert und nicht abgebaut
  • PVC: Erbgutschädigend und krebserregend.
  • Lacke: Alle Lacke enthalten gesundheitsschädliche Stoffe. Selbst Naturharzlacke können bei empfindlichen Personen und Allergikern zu Beschwerden führen.
  • Biozide (Fungizide, Insektizide und Bakterizide): In künstlichen Farben, Kunststoffputzen, Dämmmaterialien und Faserplatten enthalten. Gelangen über die Atemluft in den Körper und können zu Symptomen wie Schwindel, Leber- und Nierenschäden sowie Kopfschmerzen und Schwindel führen.
  • Glykolether: Betroffene berichteten auch über Kopfschmerzen, Hautreizungen sowie trockene und gereizte Schleimhäute.
  • Terpentinöl: Ekzem auslösend
  • Blei, Cadmium oder auch Quecksilber:  weisen toxische Wirkungen auf
  • Zement: Enthält Kobalt, Chrom und Epoxide und ist für Allergiker nicht verträglich.
  • Dämmstoff Kork: Enthält Phenol, Formaldehyd sowie andere Aldehyde, und weitere flüchtige organische Verbindungen (VOC), wie Terpene, Ester oder Ketone. Symptome gleichen etwa Formaldehyd
  • Flammschutzmittel: Ähnlich wie PCB.
  • Schimmelpilz, Bakterien: Wird begünstigt durch Dispersionsfarben und Kunststoffputze, die wegen mangelhafter Diffusionsoffenheit und somit Feuchtigkeitseinlagerung die Nährgrundlage für Schimmelpilz sind.
  • Kunstharzputz: Als Innenputz gibt eventuell Weichmacher, Dispersionsmittel oder Monomere an die Luft ab. Außerdem behindert er die Wandatmung.
  • Industriegips: Dunstet im Gegensatz zu natürlichem Gips Schadstoffe aus.
  • Mineralfasern:  Stäube von Mineralfasern können Augenbrennen und andere Symptome hervorrufen. Mineralfasern mit einem kleineren Durchmesser als 1 mm werden als potenziell karzinogen (krebserregend) eingestuft.
  • Titanoxid: der momentan umstrittenste Farbstoff. Enthalten in ca. 95 %aller Farben sowie Lebensmitteln, Kosmetika, Zahnpasta usw. Als kennzeichnungspflichtig als Color Index CI 77891 oder als Lebensmittel Zusatzstoff E 171 geführt. Die WHO internationale Agentur für Krebsforschung  (IARC) kommt zu dem Schluss, dass Titandioxid möglicherweise kanzerogen ist. "Möglicherweise", da es nicht genügend Daten/Beweise für die Krebserzeugung in Menschen gibt, jedoch ausreichend für die Krebserzeugung in Tieren. Das Breast Cancer Fund empfiehlt Titandioxid in losen Pudern, in Sprays aber auch in festen Pudern zu vermeiden, da man es in diesen Formen leichter einatmen kann. Sollte Titanoxid offiziell als krebserregend eingestuft werden, drohen der Wirtschaft milliardenschwere Verluste.

Gütesiegel Blauer Engel

Wenn Sie bei der Auswahl dennoch auf Lacke nicht verzichten wollen, sollte Sie der "blaue Umweltengel" nicht beruhigen. Er wird vorwiegend nach dem Kriterium "umweltschonend" - was nicht gleichbedeutend ist mit "gesundheitsverträglich"- vergeben. Außerdem darf der Hinweis schon dann erfolgen, wenn aus einem Lack von 25 % vorher enthaltenen giftigen Lösungsmitteln 10 % herausgenommen wurden. Die Kennzeichnungen auf Lackdosen "für außen", "für innen" haben ebenfalls keinen Aussagewert über die lufthygienische Qualität, sondern beziehen sich nur auf die Wetterfestigkeit.
Ein interessantes Video hierzu finden Sie auf unserer Website: Allgemeine Informationen  > Giftige Farben.

Die Wirtschaftsverbände der Industrie legen lediglich die Grenzwerte für Schadstoffe für gesunde erwachsene Menschen fest. Wie jedoch sieht es aus mit immunschwachen Menschen, bzw. Säuglingen, Kindern und Allergikern? Wenn wir uns die statistischen Werte für an Allergien erkrankten Kleinkinder ansehen, kommen wir zum Schluss, dass die Grenzwerte für diese angepasst werden müssen.
Hier noch einige Links zum Thema:
Grenzwerte

Wir haben uns intensiv damit befasst, welche Zuschlagstoffe als gesundheitsschädigend einzustufen sind und in keinen Haushalt gehören (siehe gefährliche Schadstoffe).  
Bevor wir dem Kunden einen ökologisch unbedenklichen Baustoff empfehlen, werden die Inhaltsstoffe anhand von Datenblättern und Sicherheitsblättern von uns geprüft. Wenn man weiss, wonach man suchen muss, ist es einfach, ein Produkt als bedenklich oder unbedenklich einzustufen. Darüber hinaus verlangen wir Volldeklarationen vom Hersteller. Diese werden von den namhaften Grosskonzernen meist durch fadenscheinige Ausflüchte abgelehnt. Nur eine Handvoll traditioneller Familienbetriebe hat nichts zu verbergen und gibt uns vollumfänglich Auskunft über deren Produkte. So sind wir in der Lage, dem Kunden Materialien anzubieten, die ihren Ruf mit entsprechenden Kennwerten gerecht werden. Mittlerweile verfügen wir über ein üppiges Netzwerk von seriösen Baustoffherstellern.
Gipser-, Stuckateur- und Malerbetrieb Kep  • Ihr Spezialist für gesundes Wohnen • Treichweg 1CH - 3949 Hohtenn
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